preload preload preload preload preload preload preload preload

GESELLSCHAFT FÜR NEUROPSYCHOLOGIE (GNP) e.V.

Die Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) e.V. ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Fachgesellschaft, die 1986 von Diplom-Psychologen*) gegründet wurde. Sie vertritt mit ihren derzeit ca. 1.500 Mitgliedern die fachlichen und berufspolitischen Interessen derjenigen Diplompsychologen, die in der Forschung, in klinischen Arbeitsfeldern, in der pharmazeutischen Industrie und im forensischen Bereich als Neuropsychologinnen und Neuropsychologen tätig sind.

Inhalte und Ziele der Bemühungen

Neuropsychologie ist eine Arbeitsrichtung der Psychologie, die sich als interdisziplinäre Wissenschaft versteht. Zum Gegenstandsbereich der Neuropsychologie gehören Fragen nach den Zusammenhängen zwischen den biologischen Funktionen des Gehirns und dem Verhalten und Erleben, unter anderem in den Bereichen Wahrnehmung, motorische Geschicklichkeit, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, Sprache und Denken, aber auch im Hinblick auf die Wahrnehmung und den Ausdruck von Emotionen, Depressivität und Sozialverhalten.

Neuropsychologie als Forschungs- und Anwendungsgebiet

In der Neuropsychologie sind die experimentelle und die angewandte Forschung eng miteinander verzahnt. Zum besseren Verständnis der Relationen zwischen Gehirn und Verhalten haben insbesondere die Untersuchungen von neurologischen Patienten mit spezifischen kognitiven, emotionalen und motivationalen Störungen und Beeinträchtigungen beigetragen. Eine weitere Säule dieses Fachgebietes stellen die tierexperimentellen Untersuchungen dar und zunehmend die Studien mit gesunden Menschen aufgrund der Entwicklung nicht-invasiver radiologischer und elektrophysiologischer Untersuchungsmethoden. Ein relativ junges Forschungsgebiet mit großer klinischer Bedeutung befasst sich mit der Evaluation diagnostischer Verfahren und neuropsychologischer Behandlungsmethoden in der Rehabilitation neurologischer Patienten.

Aufgaben und Tätigkeitsfelder des Neuropsychologen

Zu den Aufgaben des klinischen Neuropsychologen gehören die Untersuchung der kognitiven Stärken und Schwächen von Patienten mit neurologischen Erkrankungen, des emotional-affektiven Zustandes sowie von Verhaltensauffälligkeiten und Störungen in der sozialen Kontaktfähigkeit, die Planung, Durchführung und Kontrolle von neuropsychologischen Therapiemaßnahmen. Die Arbeitsfelder des klinischen Neuropsychologen liegen in der Regel in neurologischen, psychiatrischen und rehabilitativen Einrichtungen, zunehmend aber auch in der freien psychologischen Praxis.

Aktivitäten der Gesellschaft für Neuropsychologie

Das vorrangige Ziel der GNP ist es, die Neuropsychologie im wissenschaftlichen und klinischen Bereich zu fördern und damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheitspflege zu leisten. In diesem Rahmen unterstützt die GNP die Grundlagenforschung und die angewandte neurowissenschaftliche Forschung und engagiert sich für die Entwicklung professioneller Standards im Zusammenhang mit der Berufsausbildung und der Weiterbildung von Diplompsychologen.

Zur Förderung von Forschung und der klinischen Praxis führt die GNP regelmäßige Tagungen durch, hat einen Förderpreis gestiftet, finanziert zum Teil Forschungsvorhaben und bietet mit der Zeitschrift für Neuropsychologie, die seit 1990 als Publikationsorgan der Gesellschaft erscheint, einen Rahmen für Veröffentlichungen aus den verschiedenen Fachgebieten. Außerdem steht die GNP im Austausch und Kooperation mit anderen nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Berufs- und gesellschaftspolitische Aktivitäten

Klinische Neuropsychologie ist eine junge, aber eigenständige Spezialisierung innerhalb der klinischen Psychologie. Seit ihrer Gründung hat sich die GNP sehr intensiv und erfolgreich für die Entwicklung dieses Berufsbildes eingesetzt und dazu beigetragen, es in der öffentlichkeit bekannt zu machen und zu profilieren. In Zusammenarbeit mit anderen psychologischen, aber auch neurologischen Fachverbänden hat die GNP ein Curriculum für die Fort- und Weiterbildung zum „Klinischen Neuropsychologen GNP” erarbeitet. Darüber hinaus engagiert sich die Fachgesellschaft nachdrücklich für die berufsrechtliche und sozialrechtliche Absicherung des Klinischen Neuropsychologen als eigenständigen Heilberuf. Schließlich bieten eine Reihe von Arbeitskreisen, Kleingruppen der GNP und zunehmend Regionalgruppen eine Möglichkeit zur Weiterbildung, zur kollegialen Supervision und zur Koordination von Forschungsinteressen.

Aufnahme in die Gesellschaft für Neuropsychologie

Als Aufnahmekriterium der GNP gilt derzeit ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie. Eine fördernde Mitgliedschaft ist auch für Nicht-Psychologen möglich.

*) In diesem Onlineangebot werden aus Gründen besserer Lesbarkeit die genuinen Formen für Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen verwendet. Wir betonen, dass sich unsere Informationen in gleicher Weise an Besucherinnen und Besucher dieser Website richten.

22.01.2014